Die hybride Suche in SharePoint 2016

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Bei fast allen Ankündigungen zu SharePoint 2016 ist die „hybride Suche“ eine der erstgenannten Neuerungen. Ob das jetzt daran liegt, dass SharePoint 2016 im Vergleich zum Releasewechsel SharePoint 2010 auf 2013 mit der Menge an neuen Features nicht mithalten kann oder dem geschuldet ist, dass die Cloud ein heiß diskutiertes (Marketing-)Thema ist, sei jetzt mal dahingestellt. Auf jeden Fall ist eine der am häufigsten gestellten Fragen aus unserem Kundenumfeld „Was bringt uns die neue hybride Suche mit SharePoint 2016?“.

Sollte der Kunde eine reine On-Premises oder eine reine Office 365 Umgebung im Einsatz haben, ist die Antwort relativ einfach: erst mal nichts ;-)

Spannend wird dieses neue Feature erst, wenn der Kunde entweder bereits beide Welten im Einsatz hat oder dies in Erwägung zieht. In diesem Fall bietet die hybride Suche die Möglichkeit, dass über eine Suche (Suchportal) Inhalte aus beiden Welten gefunden werden können.

Ein sachkundiger Anwender würde jetzt selbstverständlich einwerfen, dass dies doch auch schon früher möglich war, oder? Ja, war es, nur ein wenig „anders“.

Federation Search hat Nachteile im Vergleich zur hybriden Suche in SharePoint 2016

Vor der hybriden Suche konnte man eine On-Premises Umgebung mit einer Office 365 Umgebung (oder auch andere Umgebungen) über die sogenannte Federation Search kombinieren. Hierbei wird die Suchanfrage nacheinander an jede integrierte Datenquelle gesendet. Das Ergebnis wird dann kombiniert, aber doch getrennt voneinander, basierend auf unterschiedlichen Such-Indexen ausgewertet und dargestellt. Im Prinzip wie zwei Suchanfragen, deren Ergebnisse ohne gemeinsame Sortierung auf einer Seite angezeigt werden. Was ohne den Einsatz potenzieller kostenpflichtiger 3rd Party Tools eher zu einem suboptimalen Sucherlebnis führte.

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So funktioniert die hybride Suche in SharePoint 2016

Die hybride Suche ändert dies folgerichtig, indem die Suchanfrage nicht mehr wie zwei Suchanfragen an unterschiedlichen Datenquellen abgearbeitet werden, sondern es nur noch eine Suchanfrage gegen einen schon vorher zusammengeführten Suchindex ist. Dies bedeutet, dass der Cloud Search Service direkt die konfigurierten Inhalte der On-Premises Umgebung indexiert. Selbstverständlich basierend auf dem definierten Security Trimming (ACL), um Informationen nur berechtigten Personen anzuzeigen.

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Ich gebe zu, dass dieses Feature erst mal, insbesondere für Kunden die eine reine SharePoint On-Premises Umgebung im Einsatz haben, nicht unbedingt weltbewegend aussieht. Legt man aber den Kopf ein wenig schräg, wird man schnell feststellen, dass dieses Feature zur wichtigen Weichenstellung auf dem Weg in die Cloud sein kann. Insbesondere für Kunden, die zwar mit einer Cloud-Umgebung liebäugeln, aber nicht gewillt sind, ihre Daten komplett in die Cloud zu legen. In diesem Fall bietet sich nämlich die komfortable Möglichkeit, sensible Daten weiterhin in der On-Premises Welt zu behalten und trotzdem ein Office 365 basierendes Intranet der dritten Generation mit intelligenten Social Collaboration und Search Features (u. a. Delve, Office Graph, OneDrive, …) zu nutzen.

Auf unserem Blog berichten wir regelmäßig zu SharePoint 2016. Alle Blogbeiträge zum Thema finden Sie hier: SharePoint 2016

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Sven Heimberger

Als SharePoint Solution Architekt bietet Herr Heimberger langjährige Erfahrung im Microsoft SharePoint Umfeld. Seine Schwerpunkte liegen auf der strategischen Beratung, der SharePoint Lösungsarchitektur sowie der SharePoint Enterprise Search. Seit 2001 begleitet Herr Heimberger SharePoint Projekte in unterschiedlichsten Branchen. Kontaktieren Sie Herrn Heimberger, wenn Sie Fragen zum Artikel haben oder weitere Informationen wünschen, per E-Mail oder telefonisch unter 0721 / 66 98 98 38.

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